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Apps auf Smart TVs – Warum Streaming-Dienste nicht unbegrenzt verfügbar bleiben

  • vor 1 Tag
  • 2 Min. Lesezeit

Immer wieder kommt es bei Smart TVs zu Fragen oder auch Unverständnis, wenn bestimmte Apps plötzlich nicht mehr verfügbar sind oder einzelne Funktionen eingestellt werden. Besonders betroffen sind dabei Streaming-Dienste wie Netflix, YouTube oder zuletzt auch ServusTV On. Für viele Kunden ist dies nur schwer nachvollziehbar – vor allem dann, wenn das TV-Gerät erst wenige Jahre alt ist oder erst kürzlich gekauft wurde.

Wichtig ist dabei zu verstehen, dass die Verfügbarkeit von Apps auf Smart TVs nicht ausschließlich vom TV-Hersteller abhängt. Die Entscheidung, welche Plattformen unterstützt werden, liegt in den meisten Fällen direkt beim jeweiligen App-Anbieter bzw. Streaming-Dienst.

Ein bekanntes Beispiel dafür ist Netflix. In den vergangenen Jahren wurden immer wieder ältere Smart-TV-Modelle oder komplette Plattformen von der Unterstützung ausgeschlossen. Grund dafür sind meist technische Weiterentwicklungen, neue Sicherheitsanforderungen oder Änderungen an der Streaming-Technologie. Ältere Geräte erfüllen diese Anforderungen oftmals nicht mehr vollständig, wodurch die Unterstützung eingestellt wird. HIer ein paar Beispiele:

  • Samsung Smart TVs der Serien 2015–2016 mit älteren Tizen-Versionen

  • ältere Panasonic Modelle mit Firefox OS / My Home Screen der ersten Generation

  • LG Smart TVs mit älteren webOS-Versionen

  • Sony Android TVs der ersten Android-TV-Generation

  • ältere Vestel-basierte Smart TVs verschiedener Marken


Betroffen sind dabei nicht nur einzelne Modelle, sondern oftmals ganze Plattformen oder Gerätegenerationen. Beispiele hierfür sind ältere Samsung Tizen TVs, LG webOS Modelle der ersten Generation, ältere Android TVs. oder aktuell ServusTV On mit


Ein aktuelles Beispiel ist die ServusTV On App. Hier kam es zuletzt zu Änderungen hinsichtlich der unterstützten Plattformen. Besonders betroffen sind aktuell TiVo-basierte Modelle (Vestel OS ) wie die W63A, W61A, S40/45-Serien, welche laut ServusTV bzw. Red Bull Media House nicht mehr unterstützt werden. Für den Kunden erscheint dies oft überraschend, da die App zuvor problemlos funktioniert hat und sich am Gerät selbst nichts geändert hat.


Die eingeblendete Meldung sorgt dabei zusätzlich für Verunsicherung:















Gerade bei Kunden, die erst vor kurzer Zeit ein neues TV-Gerät gekauft haben, ist diese Situation verständlicherweise schwierig zu erklären. Aus Sicht des Handels entsteht dadurch häufig zusätzlicher Erklärungsbedarf, obwohl die Entscheidung nicht vom Händler oder Gerätehersteller getroffen wurde.


Grundsätzlich gilt: Ein Smart TV bietet zwar Zugriff auf zahlreiche Apps und Streaming-Dienste, jedoch kann kein Hersteller eine lebenslange Unterstützung einzelner Apps garantieren. Die Verfügbarkeit hängt immer von mehreren Faktoren ab:


  • Unterstützung durch den App-Anbieter

  • Technische Voraussetzungen der Plattform

  • Sicherheitsanforderungen

  • Lizenz- und Vertragsvereinbarungen

  • Betriebssystem und Hardwaregeneration


Aus diesem Grund empfiehlt es sich, Kunden bereits beim Kauf darauf hinzuweisen, dass Streaming-Dienste und Apps laufenden Veränderungen unterliegen können.


Positiv hervorzuheben ist allerdings, dass sich viele Einschränkungen durch externe Geräte umgehen lassen. Streaming-Sticks, Fire TV, Apple TV oder aktuelle Android-basierte Zuspieler ermöglichen oftmals weiterhin den Zugriff auf Apps, selbst wenn diese direkt am TV-Gerät nicht mehr unterstützt werden. Besonders das Apple TV liefert hierbei mit Abstand die beste Performance, eine sehr lange Software-Unterstützung sowie eine äußerst stabile und schnelle Bedienung.

Zusätzlich bieten viele dieser externen Zuspieler die Möglichkeit, über HDMI-CEC direkt mit der TV-Fernbedienung gesteuert zu werden. Dadurch kann beispielsweise der AV- bzw. Input-Button am Fernseher genutzt werden, um direkt auf den Zuspieler zu wechseln, wodurch dieser im Alltag praktisch den klassischen Home-Button des Smart TVs ersetzt.


Am Ende bleibt festzuhalten: Nicht der Fernseher selbst ist in vielen Fällen das Problem, sondern die laufenden Veränderungen innerhalb der Streaming- und App-Welt.

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